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Zukunft ist jetzt: Alle reden über Krise, wir über Mut
2020-04-24 07:20

Zukunft ist jetzt: Alle reden über Krise, wir über Mut

Krisenmanagement, das Wort der Stunde? Lass uns über Mut reden

Krise ist Krise kannst Du sagen und da beißt die Maus keinen Faden ab. Punkt. Ja. Ganz klar, am Anfang steht die Akzeptanz. Es ist wie es ist. Ich möchte gar nichts schön reden. In den ersten Wochen der Corona-Pandemie, als alles zum Erliegen kam, habe ich unzählige Gespräche mit meinen Kunden geführt. Ganz einfach: Wie geht es Euch? … dem Unternehmen? Was braucht Ihr? Wie kann ich Euch helfen. Es war banal, denn ob Unternehmer oder Führungskraft, die Menschen wollten einfach nur reden und ihre Sorgen aussprechen und teilen. Keiner wusste so genau: Was bedeutet dieser Lockdown für die Gesellschaft, Wirtschaft und den Einzelnen. Es entstand ein schönes Gefühl des Zusammenhaltens, des WIR. Irgendwann fehlte mir die Kraft so viel über Krise, Sorgen und Ängste zu sprechen. Ich merkte, wie es mich selbst im Mitgefühl emotional nach unten zog. Viele meiner Gesprächspartner waren nahezu auf das fokussiert, was kaputt war und was es ggf. für die Zukunft bedeuten könnte. Dabei war ich wirtschaftlich selbst arg betroffen. Nahezu ALLE Aufträge von Vorträgen, Workshops bis Consulting & Coaching waren storniert bzw. bis in den Herbst verschoben worden. Nach einer kurzen Schockstarre hatte ich den Hebel schnell umgelegt. Jammern, bringt nichts und deshalb auf nach vorn.

Disruption: Schluss mit dem Jammern, auf in eine neue Zukunft

Die gläserne Kugel habe auch ich nicht. Doch ich hatte keine Lust, mich mit negativen Zukunftsfantasien um den Schlaf zu bringen. Krisen kann man übrigens nicht "managen". Jede Krise hat eine Funktion, sie ist die Chance für Heilung, das Neue, Wandel. Hier liegt glaube ich das Problem, was auch medial stark bedient wird. Krisenfokussierung bringt wachsende Zukunftsängste und Schockstarre. Wenn wir der Krise so begegnen, wird sie zur Krise, im Sinne von Talfahrt. Ich werbe für einen Blickrichtungswechsel: Wenn schon Vieles kaputt ist, warum dann nicht mutig ganz Neues wagen?! Das Verharren und auf bessere Zeiten hoffen ist genauso wenig zielführend, wie angestrengte Versuche des Erhalten oder der Wiederaufbau des Alten. Krisen sind Teil von Veränderungszyklen, sie gehören zum Werden und Vergehen. Ja, wir alle sind verwundbar. Das Gute im momentan Schlechten: Krisen sind bei allem Schmerz und aller Trauer Einladungen für ganz neue Chancen. Wie nun weiter? Ein Versuch der Krise mutig zu begegnen:

  1. Status Quo: Was ist jetzt? Für mich ist es das A und O sich Klarheit über die aktuelle eigene Situation zu verschaffen. Zu einer ehrlichen Bestandsaufnahme, dem Blick in den Spiegel, gehört unbedingt auch das Zulassen von Trauer dazu. Erst wenn wir bereit sind loszulassen, können wir unseren Mind auf die Zukunft richten.
  2. Changemindset: Wie bist Du, wie ist Dein Unternehmen mental aufgestellt? Welches Mindset ist der Kapitän auf Deinem Schiff? Entscheidend dafür, ob Mut oder Krisendenken das Ruder in der Hand haben, ist Deine Haltung. Entscheide Dich aus dem Jammern & aus Schuldzuweisungen auszusteigen und dafür Selbstverantwortung zu übernehmen. Selbstverantwortung führt zur Erfahrung der Selbstwirksamkeit und die wiederum zur Stärkung einer zuversichtlichen Haltung. Letztlich ist alles eine Frage der Haltung. Change beginnt im Kopf. Es geht dabei nicht um ein Tschakka - Denken, um alles ist möglich, sondern um eine gesunde, risikokompetente Zuversicht, gepaart von der Überzeugung, dass man Fehlschläge überlebt und passende Strategien entwickeln kann und wird.

Hoffnungsvolle Neuanfänge statt Krisenstimmung: Visionen einer neuen Zukunft

Wenn wir den Status Quo für uns festgestellt haben und unser Mindset Richtung Zukunft ausgerichtet ist, dann können wir mutig weiter gehen. Wohin, wenn alles unklar, unberechenbar ist, wenn Nebel herrscht, fragst Du?

Wenn wir uns emotional darauf einlassen können zu akzeptieren, was wir verloren haben & auf das Unbekannte im Nebel, auf das, was vielleicht entstehen kann, dann können wir in Neugier kreativ sein. Wir entwickeln GestaltungsLust: Lust am spielerischen Ausprobieren. Natürlich darf auch ein Stück alter Routinen und Gewohnheiten zurück in unser Leben kommen. Eins ist sicher und das müssen wir begreifen: Nein, es wird nie mehr wie früher! Aber, wenn wir uns trauen etwas zu wagen, durch unsere Ängste gehen, oder sie hinter uns lassen, dann sind wir Teil des Wandels. What if? - ist die Frage?! Was soll sein?

Neues Denken gefragt. Was wäre eigentlich, wenn …

Es kann so vieles anders werden, wenn wir es zulassen. Dazu gehört: Wir müssen uns zunächst die Erlaubnis geben das Neue denken zu dürfen. Doch wie denkt man das Neue? Wenn wir uns die Geschichten, die das Leben aus der Innovation der Krise heraus gerade schreibt anschauen, dann sehen wir ganz viel kreative Neuschöpfung. Das was einem: Was kann schon passieren …. Schlimmer werden kann es nicht … entspringt, sind oft schnelle Lösungen, die zunächst nur Überbrückung sein sollten. Veränderungen, die sonst ewig in der Umsetzung benötigten gehen plötzlich sofort und sind wunderbar. Vielleicht sollten wir diesen Mut zur Experimentierfreude beibehalten? Ideen ganz schnell umsetzen, um herauszufinden, ob sie funktionieren, ist eine tolle Herangehensweise. Absicherung und Testphase an Testphase war gestern.

Wie geht nun diese neue Denken?

Neu Denken bedeutet für mich:

  1. furchtloses Denken - den Versuch zu wagen, Phänomene, die uns Angst machen, aus der Distanz zu betrachten. Voraussetzung dafür ist, dass wir in der Lage sind aus unseren Affekten herauszutreten. Schnelle Emotionen gilt es zu vermeiden. Manchmal hilft ein bewusstes Atmen und die Sache für den Moment anzunehmen.
  2. multioptionales Denken - in verschiedenen Optionen zu denken, statt eine Wahrheit festzuschreiben. Eine hilfreiche Frage wäre hier: Gibt es noch andere Möglichkeiten? Welche Szenarien gibt es noch?
  3. Die Blickrichtung wechseln - wir können alles aus verschiedenen Perspektiven bzw. Positionen betrachten, um der Wahrheit näher zu kommen und auch Sichtweisen anderer Menschen zu verstehen. Verstehen muss ja nicht einverstanden sein bedeuten. Flexibilität im Denken heißt dabei den Wechsel zwischen Ich - Perspektive I Du - Perspektive, der Blick aus den Schuhen des Anderen I Meta - Perspektive, der Blick eines Unbeteiligten, von oben auf das Geschehen schauend.
  4. Raus aus der Kausalität - heißt raus aus dem automatischen A - B denken. Unser Gehirn hat zwar WENN, DANN am Liebsten. Es scheint uns Sicherheit zu geben und vor allem Kontrolle. Stattdessen sollten wir versuchen in Prozessen und in Resonanzen zu denken. Damit werden wir einer komplexen Welt gerecht. Als Modell hilft die Vorstellung: Alles ist mit Allem verbunden. Deshalb lohnt sich ein "vernetztes" Denken.
  5. Denken in Szenarien - hier gilt es spielerisch zu simulieren. What if?
  6. Denken mit Gefühl - eigentlich geht ja Denken eh nur mit Gefühl. Allerdings hat man uns lange Zeit eingeredet, es gilt "Menschenverstand". Das ist allerdings Quatsch, denn rationales Denken und Emotionen sind in unserem Gehirn untrennbar miteinander verbunden. Deshalb lohnt es sich Emotionen bewusst zu erspüren.
  7. Weg mit einer festen Wahrheit - wenn wir alles obige beachten, dann gibt es nicht die eine Wahrheit, doch wir entscheiden uns halt für den Moment für die eine. Dazu können wir aber auch ein "sowohl als auch" üben. Warum nicht? Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiss!
  8. Mutig Denken - keine Angst vorm Verirren. Es gibt kein richtiges oder falsches Denken. Wir können jederzeit umdenken. So geht Entwicklung und heute sind diese Zyklen halt kürzer. Wir kommen am besten durch Fehler voran.
  9. Tabubruch im Denken - Nichts ausschliessen. Bitte keine Tabus im Denken, denn das sind Mauern. Sei ein ChangeRebel und denke ohne Tabu s, Klischees und trau Dich Muster zu durchbrechen.
  10. Was habe ich vergessen? Vielleicht fällt Dir ja noch mehr zum Thema NEUES DENKEN ein. Dann gern her damit. :-)

Wir sind in unseren Denkgewohnheiten zwar mental programmiert, aber wir sind in der Lage umzudenken und das Denken ganz neu zu entdecken und zu lernen. Viel Vergnügen dabei!

Good News: Fokus auf das
Think outside the Box : Zukunftsdenken

Raus aus dem Krisendenken und rein in den Mut beginnt wie jeder Change in unserem Kopf. Dieser Aufgabe müssen wir uns ganz bewusst stellen. Krisendenken hingegen geht von allein.

Übrigens: Neu und mutig Denken zu lernen funktioniert bis ins hohe Alter. Dazu demnächst mehr.

Nur Mut & auf die Neuanfänge, werde ChangeRebel Deine Simone Gerwers

Consultant & Speaker - Blogger - Podcaster. Initiatorin der Mutausbrüche
Simone Gerwers ist Sparringspartnerin für Führung & Management im Wandel und Inhaberin der coaching4change Akademie. Die Diplomwirtschaftswissenschaftlerin wirbt für mehr Mut in Wirtschaft und Gesellschaft und im Leben. Sie stiftet an Erfolg neu zu denken.

Get in Touch @simone_gerwers

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