- Die Frage der Wahrheit: Bin ich bereit, die unangenehme Wahrheit auszusprechen, auch wenn es Harmonie zerstört?
Radikale Führung erfordert radikale Offenheit. Zu bequeme Führung (Ruinous Empathy) vermeidet harte Gespräche, um Gefühle zu schonen, schadet dem Einzelnen aber langfristig, da er sich nicht weiterentwickeln kann. Unbequeme Führung ist direkt, aber empathisch.
2. Die Frage der Verantwortung: Führe ich noch, oder verwalte ich nur den bequemen Status Quo?
Wer Führungspositionen nur verwaltet, macht es sich bequem. Wahre Führung bedeutet, schwierige Entscheidungen zu treffen, Fehler einzugestehen und Verantwortung zu übernehmen, auch wenn dies unpopulär ist. Sie fordert das Festhalten an Standards, selbst wenn es Widerstand gibt.
3. Die Frage der Klarheit: Erzeuge ich durch Konsequenz Sicherheit oder durch Unklarheit Chaos?
Fehlende Disziplin der Führungskraft führt zu Unsicherheit und Vertrauensverlust im Team. Radikale Führung ist unbequem, weil sie Disziplin erfordert, Entscheidungen nicht ständig neu zu verhandeln und Vereinbarungen konsequent einzuhalten.
4. Die Frage der "Fremdoptimierung": Arbeite ich für mein Ego oder für den Erfolg des Teams?
Führung bedeutet, die Zusammenarbeit so zu organisieren, dass Mitarbeitende ihr Potenzial entfalten können – auch wenn dies bedeutet, unbequeme Veränderungen anzustoßen. Radikale Führungskräfte sind "raumöffnend" statt "raumfüllend".
5. Die Frage der Selbstreflexion: Bin ich bereit, mich selbst durch Feedback unbequem machen zu lassen?
Radikale Führung beginnt bei sich selbst. Führende müssen Feedback einfordern, auch wenn es awekward ist. Sie müssen Unsicherheit tolerieren und Emotionen steuern können, um besser zu werden.